Was ist das anstrengendste an Theaterproben?
Gerade beim „Jedermann“ ist es tatsächlich so, dass ich in den Proben selten nur Regisseur bin. Ich habe immer auch die Produktionsseite mit im Kopf: Organisation, Abläufe, Publikum, Technik, manchmal sogar Wetter und Gesamtwirkung des Abends.
Das Anstrengende ist, trotzdem im künstlerischen Moment zu bleiben – also wirklich präsent mit den Schauspieler:innen zu arbeiten, ohne dass die ganzen anderen Ebenen die Arbeit überlagern.
Aber genau daraus entsteht auch eine besondere Energie: Wenn du es schaffst, all diese Ebenen zu bündeln, wird das Ganze sehr klar und kraftvoll.
Was ist das schönste an Theaterproben?
Wenn aus einer Idee plötzlich ein gemeinsamer Moment wird. Wenn ein Ensemble anfängt, wirklich miteinander zu spielen, wenn sich Energie aufbaut und du spürst: Das erreicht die Menschen. Diese Momente sind der Grund, warum man Theater macht.
Fragen & Foto: Matthias Klopp